Symbolbild Klemmbrett

Kernkompetenzen

Alarm- und Gefahrenabwehrplanung

Wozu ein Alarm- und Gefahrenabwehrplan?


Die richtigen Entscheidungen bei einem Störfall zu treffen, funktioniert ausschließlich mit guter Vorbereitung!

Unterliegt ein Betrieb den erweiterten Pflichten der 12. BImSchV (Störfallverordnung) hat der Betreiber einen Alarm- und Gefahrenabwehrplan (AGAP) zu erstellen, in dem u. a. für vorhersehbare Vorfälle die organisatorischen und technischen Abhilfemaßnahmen festgelegt werden.

In der Gefahrenabwehr gilt "In Krisen Köpfe kennen". Es ist entscheidend, dass die handelnden Akteure nicht nur gut geschult sind, sondern auch miteinander kommunizieren und sich auf ihre jeweiligen Aufgaben verlassen können. Ebenso wichtig wie die handelnden Personen sind die entsprechende Organisation, Prozesse und Vorbereitung. Nur wenn alle Beteiligten wissen, was zu tun ist und wie sie im Ernstfall zusammenarbeiten, kann effektiv auf einen Störfall reagiert werden.

Unsere Vorgehensweise


Lülf+ unterstützt Unternehmen bei der Erstellung des AGAPs und begleitet standortbezogene Prozesse zum Schutz der Mitarbeitenden, von Einsatzkräften, der Nachbarschaft und der Umwelt.

In enger Zusammenarbeit mit dem Projektteam vor Ort werden nicht nur die rechtlichen Vorgaben erfüllt, sondern ein Dokument erstellt, dass einen tatsächlichen Mehrwert für alle eingebundenen Akteure generiert. Dabei legen wir größten Wert auf klare Handlungsanweisungen, übersichtliche Darstellungen und praktischen Nutzen.

Um eine praxistaugliche und effiziente Implementierung zu erreichen, müssen die Beschäftigten vor der Erstellung interner Alarm- und Gefahrenabwehrpläne über die geplanten Inhalte informiert und angehört werden. Zu ihrer eigenen Sicherheit müssen sie zusätzlich vor Aufnahme ihrer Tätigkeit und alle drei Jahre zu den wesentlichen Inhalten und Verhaltensregeln der Pläne geschult werden. Wir begleiten Unternehmen bei der Umsetzung dieser Maßnahmen, um reibungslose Abläufe und zielgerichtetes Handeln für die Sicherheit im Betrieb und für die Nachbarschaft zu gewährleisten.

Konzeptionierung


In der Abbildung ist eine Meldekette zur systematischen Abarbeitung von erwartbaren Ereignissen am Beispiel eines Brandes dargestellt. Um ein lageabhängiges Vorgehen zu ermöglichen, werden für verschiedene Gefahrensituationen Notfallstufen festgelegt, denen Meldeketten hinterlegt sind, um die notwendigen Stellen zur Gefahrenabwehr sowie Stellen zur weiteren Bearbeitung der Situation zu benachrichtigen. Neben Bränden können dabei u. a. Gefahrstoffaustritte, ein Energieausfall, Naturereignisse oder der Eingriff Unbefugter berücksichtigt werden. Bei der Konzeptionierung werden die Notfallstufen individuell und standortspezifisch festgelegt, so kann beispielsweise zwischen einem Brand in einem allgemeinen Arbeitsbereich, in einer kritischen Anlage und einem Brand mit Auswirkungen außerhalb des Werkes unterschieden werden.

Alarm- und Gefahrenabwehrplan

Meldekette zur systematischen Abarbeitung von erwartbaren Ereignissen am Beispiel eines Brandes

Projektablauf


Für einen gelungenen Projektauftakt werden in einem ersten Workshop die erwartbaren Ereignisse und relevanten Stakeholder definiert. Dazu werden die bekannten betrieblichen sowie umgebungsbedingten Risiken untersucht und ggf. ergänzt. Unter Berücksichtigung der bestehenden Dokumente (z. B. Sicherheitsberichte) und der betrieblichen Praxis leiten wir anschließend die "Lülf+ Alarmplan-Matrix" ab, in der Ereignisse, Alarmstufen, Stakeholder und Kommunikationswege festgehalten sind.

Darauf aufbauend werden in einem weiteren Workshop ereignisspezifische Meldeketten entworfen, die die notwendige Informationsweitergabe und eine effiziente Bearbeitung im Gefahrenfall sicherstellen. In enger Zusammenarbeit mit dem Betrieb werden die Entwürfe der Meldeketten durch die Projektgruppe finalisiert und durch Lülf+ anwendungsfreundlich graphisch aufbereitet.

Die Ausgestaltung des Alarm- und Gefahrenabwehrplans als schriftliches Dokument erfolgt itterativ mit dem Projektteam, um sicherzustellen, dass alle Anforderungen und Vorgaben berücksichtigt werden. Dieser strukturierte Ablauf gewährleistet eine systematische Herangehensweise und eine effektive Umsetzung des Projekts.

Ein Meeting im Besprechungsraum

Unser Plus bei allen Kompetenzen:
Sicherheit entsteht im Dialog.